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Dissertation Abstract
Version vom 18. Oktober 2008
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Dr. des. Maximilian Schich M.A.
Rezeption und Tradierung
als komplexes Netzwerk.
Der CENSUS und visuelle Dokumente zu
den Thermen in Rom.
Die vorliegende Dissertation untersucht Phänomene bezüglich
der Migration von Bildern, das heisst Prozesse von Rezeption und
Tradierung visueller Information und Bedeutung. Trotz der Verankerung
der Arbeit im fachlichen Rahmen von Kunstgeschichte und Archäologie
sind die erzielten Ergebnisse in einem grösseren Rahmen relevant.
Das Forschungsfeld ergänzt die text-zentrierte Zitationsanalyse
und erweist sich als besonders erfolgversprechend bezüglich
der Explikation impliziter Abhängigkeiten, sofern die Dokumente
Bilder enthalten.
Im Rahmen der Analyse zweier Datenmengen dem Census
of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance und einer Sammlung von visuellen
Dokumenten zu den Thermen in Rom habe ich gezeigt,
dass die Prozesse von Rezeption und Tradierung visueller Information
als komplexe Netzwerke im Sinne der diskreten Mathematik verstanden
werden können: das bipartite Netzwerk der Rezeption sowie
das gerichtete Netzwerk der Tradierung.
Davon ausgehend habe ich gezeigt, dass die Untersuchung des bipartiten
Netzwerks der Rezeption, welches sich vergleichsweise einfach
explizieren lässt, die Rekonstruktion impliziter Tradierungsereignisse
erleichtert. Das Ziel wird erreicht, anhand einer neuen, zusammen mit Max-Planck zum Patent
angemeldeten Methode zur Herstellung skalierbarer Bildmatrizen.
Neben der Rekonstruktion der Tradierung erweist sich die Methode
desweiteren als nützlich bezüglich aller weiteren diachronen,
synchronen und achronen Datendimensionen, sowohl auf makroskopischer
wie auch auf mikroskopischer Ebene.
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