Dissertation Abstract

Version vom 30.01.12

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Rezeption und Tradierung als Komplexes Netzwerk. ^

Der CENSUS und visuelle Dokumente zu den Thermen in Rom.

von Maximilian Schich

Das vorliegende Buch behandelt Phänomene des Nachlebens antiker Monumente in visuellen Darstellungen. Rezeption bezeichnet dabei den Bezug zum gezeigten Gegenstand, Tradierung das Verhältnis der Darstellungen untereinander. Anhand der Analyse zweier Datenmengen — dem Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance und einer Sammlung von visuellen Dokumenten zu den Thermen in Rom — wird gezeigt, dass die Prozesse von Rezeption und Tradierung als komplexe Netzwerke im Sinne der diskreten Mathematik verstanden werden können.

Methodisch schlägt die vorliegende Arbeit eine Brücke zwischen Kunstgeschichte, Archäologie und Netzwerkforschung. Dadurch wird eine nahtlose Verbindung von Einzeluntersuchung und Überblick, von qualitativer wie quantitativer Analyse erreicht. Einzelne Dokumente, wissenschaftliche Publikationen und ganze Datenbanken werden dabei gleichberechtigt quellenkritisch behandelt. Fundiert wird der vorgeschlagene Ansatz, jenseits der praktischen Anwendung, durch die Erläuterung relevanter Konzepte aus der Kognitionswissenschaft wie der Netzwerkforschung.

Die inhaltlichen Ergebnisse sind sowohl für die Kunstgeschichte wie auch die Archäologie von Bedeutung, insbesondere das Thema der Antikenrezeption sowie für die Forschung zu römischen Kaiserthermen. Darüber hinaus dient der vorgestellte methodische Ansatz als Ausgangspunkt für weitere Forschungen zu komplexen Netzwerken in den Kunstwissenschaften.

Meine Promotion resultierte in einer umfangreichen Mongraphie. Die gebundene Version findet sich in den bekannten Kunstbibliotheken. Zusätzlich steht eine freie PDF-Version auf dem ART-Dok-Server der Universität Heidelberg zum Download zur Verfügung.